Unterwegs auf dem Selketal-Stieg

Belohnen Sie sich mit malerischen Aussichten und Stempeln

Der Harzer Selketal-Stieg ist ein knapp 75 Kilometer langer Fernwanderweg der von Stiege über Güntersberge, Straßberg, Silberhütte, Alexisbad, Mägdesprung, Meisdorf, Ballenstedt, Gernrode, Bad Suderode bis in die UNSECO-Welterbestadt Quedlinburg verläuft. Auf dem Selketal-Stieg wandern Sie durch ursprüngliche Natur, vorbei an knorrigen Baumwurzeln und imposanten Felsen. Märchenhaft wird die Szenerie, wenn sich der Wanderweg über Bergkuppen schlängelt, hoch oben der Blick auf das zauberhafte Tal frei wird und die prächtige Burg Falkenstein zwischen den Baumwipfeln hervorragt.

Burg Falkenstein ist eine von 17 Stempelstellen des Wanderabzeichens Harzer Wandernadel „Selketal-Stieg“ – alle an geschichtsträchtigen Orten und wunderschönen Aussichtspunkten gelegen. Für ein gefülltes Stempelheft dürfen Sie unser regionales Sonderabzeichen in Form eines Eisvogels mit nach Hause nehmen sowie zahlreiche Erinnerungen an unvergessliche Wandermomente in der ursprünglichen, geschützten Natur des Selketals. Der Fernwanderweg ist in 4 bis 6  Etappen bequem zu meistern – vorausgesetzt, Sie können sich von den unbeschreiblich schönen Ausblicken unterwegs losreißen.

Der Selketal-Stieg im Überblick​

Der Selketal-Stieg in 4 Etappen

Länge: 24 km
Dauer: ca. 6 Stunden
Höhendifferenz: ca. 160 m

Ihre Wanderung auf dem Selketal-Stieg beginnt am Bahnhof in Stiege. Zunächst folgen Sie dem Fluss Hassel aufwärts, bis Sie auf die Selke stoßen. An diesem Punkt erreichen Sie mit 500 Metern den höchsten Punkt der Route. Der Weg führt Sie an der Kirche in Selkenfelde und dem ehemaligen Sanatorium Albrechthaus vorbei. Nachdem Sie den Selkebahn-Haltepunkt Friedrichshöhe passiert haben, wandern Sie parallel zu den Bahngleisen durch das Naturschutzgebiet „Oberes Selketal“ bis zum Mühlteich in Güntersberg. Hier können Sie die Ruinen der Güntersburg auf dem Kohlberg besichtigen. Anschließend folgen Sie dem Verlauf der Selke bis nach Straßberg, wo Sie eine Pause einlegen und das Besucherbergwerk erkunden können. Weiter geht es vorbei an der Rinkemühle und dem Pochwerk, einem der bedeutendsten Silberbergwerke im Unterharz. Auf dem letzten Abschnitt der Strecke wandern Sie am Waldinformationszentrum „Unterharzer Waldhof“ vorbei und gelangen nach Silberhütte. Nach einem letzten Aufstieg auf 400 Meter erreichen Sie schließlich Alexisbad.

Länge: 22,5 km
Dauer: ca. 6 Stunden
Höhendifferenz: ca. 130 m

 

Ihre Wanderung beginnt in Alexisbad und verläuft parallel zur Selketalbahn bis zum Habichtstein. Anschließend führt Sie der Klippenweg in die malerische Parklandschaft des „Alexis-Bades“. Hier wandern Sie an der Verlobungsurne, dem Birkenhäuschen und dem Kunstwerk „Eisenhütte unterm Mägdesprung“ vorbei. Nachdem Sie den Klippenweg verlassen haben, erreichen Sie den Luisentempel. Von dort folgen Sie zunächst dem Pionierweg und wechseln dann auf den Hohlweg, wo Sie mittelalterliche Fahrspuren im Fels entdecken können. Zurück auf dem Pionierweg durchqueren Sie einen Felstunnel, hinter dem die Köthener Hütte auf dem Felsen der Schalkenburg liegt. Weiter geht es auf dem Klippenweg bis nach Mägdesprung. Hier bietet sich ein Besuch des Industriemuseums Carlswerk an. Der Wanderweg führt Sie flussabwärts am Selkeufer entlang zur schmalsten Stelle des Selketals, der „Lampe“. Danach wandern Sie durch ehemalige Hüttenorte von Mägdesprung bis zur Selkemühle. Von hier aus können Sie einen Abstecher zur Burgruine Anhalt unternehmen, die von Albrecht dem Bären erbaut wurde. Der Weg führt weiter durch das Naturschutzgebiet mit seiner traumhaften Landschaft bis zur Burg Falkenstein, der am besten erhaltenen mittelalterlichen Burg im Harz. Hier verfasste Eike von Repgow zwischen 1221 und 1235 den Sachsenspiegel, das älteste deutsche Rechtsbuch. Das letzte Stück Ihrer Wanderung führt entlang der Selke bis nach Meisdorf, wo Sie ein Barockschloss mit Park besichtigen können, das heute ein Hotel beherbergt.

LÄNGE: 17 km
DAUER: ca. 3,5 Stunden
HOHENDIFFERENZ: ca. 330 m

Ihre Wanderung beginnt in Meisdorf und führt Sie in westlicher Richtung nach Ballenstedt. Zuerst durchqueren Sie die Petersberger Trift und passieren den Golfplatz des Parkhotels Schloss Meisdorf. Weiter geht es vorbei am Eckartsberg, von dem aus Sie einen beeindruckenden Blick auf eine historische Kohlehalde genießen können. Kurz darauf erreichen Sie den Ausläufer der Teufelsmauer, die Sandsteinfelsen der Gegensteine. Ihr Weg führt Sie weiter in das malerische Ballenstedt, wo Sie auf den Fürstenweg stoßen, dem Sie bis nach Gernrode folgen. Nachdem Sie Gernrode hinter sich gelassen haben, passieren Sie die Roseburg und den Osterteich und kreuzen die Strecke der Selketalbahn. Über den Schwesternweg und Herrenbergsweg haben Sie die Möglichkeit, einen Abstecher zur Stiftskirche Sankt Cyriakus zu machen, eine der ältesten Kirchen Nordeuropas mit über 1000 Jahren Geschichte. Schließlich erreichen Sie über den Panoramaweg Bad Suderode, das Ziel dieser Etappe Ihrer Wanderung.

Länge: 9 km
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Höhendifferenz: ca. 80 m

Ihre Wanderung auf dieser Etappe des Selketal-Stiegs beginnt in Bad Suderode. Sie passieren die Bückemühle und folgen dem Weg entlang des Quarmbachs. Der Pfad führt Sie weiter an der Dreibogenbrücke vorbei bis nach Quarmbeck, wo Sie einen beeindruckenden Blick auf die Teufelsmauer haben, über deren Sandsteinfelsen die Quedlinburger Stiftskirche thront. Danach überqueren Sie die Bode über die Schafbrücke und wandern durch den im englischen Stil angelegten Brühlpark. Schließlich folgen Sie dem Wanderweg bis zur UNESCO-Welterbestadt Quedlinburg, dem Ziel dieser Etappe.

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