Burgen & Schlösser im Selketal

Lassen Sie sich fesseln von einer faszinierenden Historie

Im Selketal gehen Natur und Historie eine wunderbare Symbiose ein. Inmitten der idyllischen Landschaft erwarten Sie imposante Burgen und prächtige Schlösser zu einer Reise in vergangene Zeiten. Entdecken Sie beeindruckende Bauwerke, die majestätisch auf den Hügeln thronen, eingebettet sind in dichte Wälder oder die kleinen Städte des Selketals prägen. Sie alle erzählen spannende und wechselvolle Geschichten, die es zu durchstreifen gilt. Lüften Sie die Geheimnisse der Falkensteiner Burgen und tauchen Sie in Ballenstedt ein in die faszinierende Welt der Askanier. Lernen Sie im Harzgeröder Schloss, dem Wahrzeichen der Stadt Harzgerode, Spannendes über die Lebensbedingungen in vergangenen Zeiten. Im Selketal ist Geschichtsvermittlung immer ein lebendiges Vergnügen.

Pansfelde

BURG FALKENSTEIN

Ein lohnendes Ziel für alle Wanderer – die Burg Falkenstein. Hoch über der Selke, inmitten des Naturschutzgebietes, erhebt sich die am besten erhaltene mittelalterliche Burganlage des Harzes. Die Herren der Konradsburg verlegten im 12. Jahrhundert ihren Stammsitz vom heutigen Ermsleben auf den Bergsporn. Die Burg ist zu besichtigen und ein Museum erzählt die wechselvolle Geschichte. Regelmäßig stattfindende Burgfeste machen das Mittelalter in der historischen Kulisse erlebbar.

ADRESSE

Burg Falkenstein 1 • 06543 Falkenstein/Harz

ÖFFNUNGSZEITEN

Dienstag - Sonntag: 10 - 18 Uhr
Geschlossen: Montag (außer an Feiertagen) & am 24.12.
Letzter Einlass: 17.30 Uhr

PARKEN

Da die Burg in einem Naturschutzgebiet liegt, ist die Zufahrt mit dem Auto nicht möglich. Der gebührenpflichtige Parkplatz Gartenhaus ist 1,9 km von der Burg entfernt.

WEG ZUR BURG

Vom Parkplatz Gartenhaus verkehren eine Kleinbahn sowie ein Kremser regelmäßig zwischen Parkplatz und Burg. Von hier führt auch ein Wanderweg zur Burg, der Teil des Selketal-Stiegs ist.

GASTRONOMIE

Am Parkplatz: Restaurant-Café-Pension „Gartenhaus” sowie ein Kiosk mit kleinen Speisen (eigener Parkplatz vor dem Haus).
Auf der Burg: Burggaststätte „Krummes Tor“ (Montags Ruhetag)

Ballenstedt

Schloss Ballenstedt

Das Schlossensemble mit dem Residenzschloss ist ein Wahrzeichen der Stadt Ballenstedt. Die barocke Dreiflügelanlage stammt zu großen Teilen aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Grablege des Markgrafen Albrecht des Bären, dem wohl bedeutendsten Askanier des Mittelalters, befindet sich in der ehemaligen Klosterkirche. Die weltbekannte Stifterfigur Uta von Ballenstedt, welche von dem Naumburger Meister in Stein verewigt wurde stammt ebenso aus Ballenstedt.

ADRESSE

Schlossplatz 3 • 06593 Ballenstedt

ÖFFNUNGSZEITEN

Ganzjährig: Dienstag - Sonntag: 10.00-16.00 UhrUhr
Geschlossen: Montag (Führungen nach Vereinbarung möglich)
Letzter Einlass: 15.30 Uhr

PARKEN

Ein großer, gebührenpflichtiger Parkplatz liegt direkt am Schlossensemble.

GASTRONOMIE

Restaurant Klosterstuben (Mittwoch - Sonntag: 11 - 17 Uhr)

HARZGERODE

Schloss Harzgerode

Das Schloss Harzgerode wird 1384 zum ersten Mal erwähnt. Von 1398 bis 1535 sind überwiegend die Grafen von Stolberg Lehnsherren von Schloss und Stadt. Danach wurde Harzgerode Verwaltungsmittelpunkt der Fürsten von Anhalt für ihre Besitzungen im Harz. Fürst Georg III. von Anhalt ließ zwischen 1549 und 1552 den Schlosskomplex neu bauen. 1635 -1709 war das Schloss Residenz der Harzgeröder Linie des anhaltischen Fürstenhauses.

ADRESSE

Schloßberg 3 • 06493 Harzgerode

ÖFFNUNGSZEITEN

Freitag: 11.00 - 16.00 Uhr
Samstag: 10.00 - 15.00 Uhr
Montag: 11.00 - 16.00 Uhr
Letzter Einlass: Jeweils eine halbe Stunde vor Schließung

GASTRONOMIE

Gaststätte Schloßkeller Harzgerode

BEI PANSFELDE

ALTE BURG FALKENSTEIN

Sie ist die wohl geheimnisvollste der Harzer Burgen im Selketal, denn über die Entstehung dieser hochmittelalterlichen Burg gibt es keine gesicherten Quellen, obwohl die Burganlage mit der ovalen Hauptburg von 25 x 65 Metern und der schmalen, etwa 85 Meter langen Vorburg ein imposanter Komplex gewesen sein muss. Insgesamt erstreckte sich die Anlage über eine Länge von etwa 200 Metern. 

Trotz der gewaltigen Ausmaße wurde die Burg im Jahr 1115 wohl während des Kampfes der Sachsenfürsten gegen Heinrich V. zerstört. Für ihren neuen Herrschaftssitz wählten die Herren der Konradsburg ein sichereres Areal auf einem Bergsporn auf knapp 320 Metern. Die „neue“ Burg  Falkenstein beeindruckt noch heute, während ihre Vorgängerin nahezu vergessen ist. Doch in den Mauern der Burg lebt sie weiter, denn ihre Überreste wurden als wertvolles Baumaterial genutzt. Man setzte eben schon damals auf Recycling.

LAGE

Etwa 3,5 Kilometer von Pansfelde entfernt

Ermsleben

Konradsburg

Ebenfalls Teil der Straße der Romanik ist die am Europaradweg R1 gelegene Konradsburg in Ermsleben. Hier entdecken Sie eine romanische Basilika aus dem 13. Jahrhundert, eine Krypta mit spätromanischen Kapitellen, Reste einer Benediktinerabtei und einen Chorraum. Ein kleines Café lädt zum Verweilen ein. Wanderer können sich auf der Konradsburg mit einem Stempel der Harzer Wandernadel belohnen.

ADRESSE

Konradsburg 2 • 06463 Falkenstein/Harz

ÖFFNUNGSZEITEN

Montag - Freitag: 10 - 16 Uhr
Samstag & Sonntag: 11 - 17 Uhr

GASTRONOMIE

Galerie-Café (Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 14:00 bis 17:00 Uhr)

Harzgerode

Burgruine Anhalt

Haben Sie sich schon gefragt, wo der Name Anhalt im Landesnamen Sachsen-Anhalt seinen Urprung hat? Die Antwort finden Sie auf dem Großen Hausberg zwischen Harzgerode und Ballenstedt. Hier thronte einst die Burg Anhalt, die der bedeutende Albrecht der Bär im 13. Jahrhundert als Stammsitz frühen der Askanier errichten ließ. Das Gebäude aus Ziegelstein war eine der größten und prächtigsten Burgen im gesamten Harz. Seit Anfang des 14. Jahrhunderts galt sie als unbewohnt und zerfiel. Heute erinnern der Burgstall und Hinweistafeln an die Bedeutung in vergangenen Zeiten.

LAGE

Auf dem Großen Hausberg zwischen Harzgerode und Ballenstedt, erreichbar von Harzgerode über den Forstweg "Friederikenstraße" - Wilhelmshof (7 km)

Bei Meisdorf

Burgstall Ackeburg

Die ursprüngliche Ackeburg bestand einst aus einer Hauptburg mit einem Durchmesser von etwa 30 Metern sowie einer etwa 11 Meter breiten Vorburg, die oberhalb lag.

Heute sind von der ehemaligen Burganlage keine oberirdischen Strukturen mehr erhalten. Es wird vermutet, dass ein Dorf zur Burg gehörte, von dem jedoch ebenfalls keine Spuren mehr vorhanden sind. Historische Aufzeichnungen erwähnen ein Adelsgeschlecht namens de Ackenborch im 13. Jahrhundert, das als Lehensmänner der Grafen von Falkenstein diente. Ab dem 14. Jahrhundert verschwinden die Hinweise auf die Burg, und nur noch die Flurbezeichnung Ackeborch bleibt erhalten. 

Von dem Areal auf 334 Metern Höhe genießen Sie eine spektakuläre Aussicht auf das untere Selketal und der Blick ist frei auf die imposante Burg Falkenstein. Der Ort wird auch als Selkesicht bezeichnet und ist eine Stempelstelle des Wanderabzeichens Harzer Wandernadel.

LAGE

3,5 km südwestlich von Meisdorf, über den Wanderweg „Meisdorfer Trift“ zu erreichen

Ballenstedt

Oberhof Ballenstedt

Der Oberhof in Ballenstedt, erstmals 1488 erwähnt, wurde im 16. Jahrhundert von den Herren von Stammer zu einer befestigten Stadtburg ausgebaut. Das Saalbuch von 1734 beschreibt das Anwesen mit Herrenhaus, Nebengebäuden, Scheunen, Ställen, Brauhaus, Brennerei und einem Nutzgarten, der durch eine Quelle versorgt wurde. 

1825 erwarb Herzog Alexius Friedrich Christian von Anhalt-Bernburg den Oberhof. 1874 kaufte Armgard von Alvensleben das Anwesen, erneuerte das Herrenhaus und gestaltete den Park im Stil Peter Joseph Lennés. Zwischen 1948 und 2002 wurde der Oberhof als Kindertagesstätte genutzt und ist heute wieder in Privatbesitz. 

Das Herrenhaus ist ein dreiflügeliger Bau mit Renaissance-Elementen und einem steilen Satteldach. Im Inneren sind Kreuzgratgewölbe erhalten. Der Park ist nach englischem Vorbild gestaltet, mit heimischen und ausländischen Gehölzen, einem Taubenturm, einer Steinburg, einem Brunnenhaus und einem Aussichtsplateau. Eine Lindenallee trennt den Park vom ehemaligen Nutzgarten. 

ADRESSE

Rathausplatz 1 • 06493 Ballenstedt

Rieder

RoseburG

Wer kennt sie nicht, die großen Märchenschlösser Versailles, Neuschwanstein oder Sanssouci? Weniger bekannt ist die Roseburg am nordöstlichen Harzrand, die ebenso den Titel Märchenschloss mehr als verdient hat. Dieses Schlösschen liegt zwischen Rieder und Ballenstedt, direkt an der Landesstraße 242 – nicht pompös, aber mit viel Fantasie liebevoll ausgestattet. Erbaut wurde die Roseburg von Bernhard Sehring, dem Architekten, der schon das Theater des Westens und das Berliner Künstlerhaus St. Lucas entwarf.

Mit dem Bau der Roseburg von 1905 bis 1925 erfüllte Sehring sich einen lang gehegten Traum. Er investierte insgesamt 13 Millionen Reichsmark in das Projekt, wobei allein die 1600 Meter lange Außenmauer über eine Million Reichsmark kostete.

Die Roseburg vereint verschiedene architektonische Stilelemente: romanische Einflüsse und italienischer Frühbarock verschmelzen mit Jugendstil und Klassizismus. Umgeben wird das Schloss von einem weitläufigen Park nach englischem Vorbild, der mit Türmen, Wasserkaskaden und Obstgärten ausgestattet ist.

ADRESSE

Roseburg • 06493 Ballenstedt OT Rieder

ÖFFNUNGSZEITEN

Täglich: 10 - 18 Uhr

FÜHRUNGEN

Nach Absprache

GASTRONOMIE

Burgcafé Roseburg
März bis Oktober
12 bis 18 Uhr, Mittwoch Ruhetag
November bis Februar
Freitag - Sonntag: :12 bis 17 Uhr

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